Uyuni, Salar, Potosi, Sucre

Uyuni, Salar, Potosi, Sucre

Die Strasse RN 1 (Ruta Nacional) nach Uyuni war ein bisschen langweilig. 300 km durch immer etwa gleich aussehende Gegenden. Lamas, Alpakas, Vikunjas oder Schafe begleiten dich auf dem Weg. Zusammen mit den wild lebenden Hunden stellen sie konstant eine Gefahr für die Verkehrsteilnehmer dar. Viele Leichen am Wegrand bezeugen das. Apropos Unfällen. Es ist unglaublich wie viele kleine „ Kapellen“ entlang der Strasse stehen. Praktisch hinter jeder Kurve und ist sie noch so klein, steht eine oder mehrere Erinnerung. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie so etwas passieren kann. Vermutlich sind viele dieser Unfälle in der Nacht geschehen. Die Bolivianer sind nämlich extrem aufmerksame Fahrer. Wenn du bei Gegenverkehr (noch sicher 300 m weg ) überholst, wird die Lichthupe wie wild betätigt.

Uyuni wiederum eine Ortschaft die keinen Schönheitspreis verdient und auch nicht bekommt, steht für den Salar de Uyuni. Ein Salzsee der vor ca 10000 Jahren entstanden ist. Mit rund 10500 km/2 ist er auch ca ein Viertel grösser als der Kt GR. Die mittlere Tiefe der Salzdecke wird mit 120 m angegeben. Eine unvorstellbare Menge an Salz die nur zum kleinsten Teil genutzt wird. Neuerdings auch zur Gewinnung von Lithium welches für die Herstellung von Batterien genutzt wird. Tesla lässt grüssen :=)

Ich habe für den nächsten Tag eine Führung in einem Jeep gebucht. Einfach der Hammer. Nebst vielen Jux-Fotos haben wir auch sonst viel Spass gehabt. Am Abend war ich richtig froh, wieder im Hotel zu sein, denn das gleissende Licht des Salzes hat es in sich. Die Touristensaison ist schon bald vorbei, denn meistens beginnt es im Dezember und Januar an zu regnen und dann steht der ganze See unter Wasser :=) Ein befahren ist dann unmöglich, nur auch schon den Fahrzeugen zu liebe. Am Abend hat unser Jeep wie gesalzen ausgesehen und ich war über die Entscheidung, nicht mit dem eigenen Töff herumzufahren, heilfroh.

Heute nun habe ich die Städte Potosi und Sucre besucht. Potosi ist wiederum zum vergessen. Im 17.Jahrhundert wurde hier eine Silbermine an der Anderen eröffnet und die Stadt galt als die Reichste in ganz Südamerika. Ich weiss nicht, wohin das Geld geflossen ist, aber viel ist in Form von schönen Gebäuden nicht vorhanden. Noch heute schürfen sowohl Profis wie auch kleiner Familienbetriebe nach Silber. Die Gegend hat mich stark an Dawson City erinnert. (Auch so ein Dreckskaff)

Sucre ist das pure Gegenteil. Schöne Strassenzüge mit tollen Häusern. Ich hatte ausgiebig Zeit diese zu bewundern. Wiedereinmal hatte ich einen Spiessrutenlauf vor mir. Und zwar wollte ich eine Haftpflichtversicherung für Argentinien und Chile lösen. Keine Sau wollte mich aber. Fünf verschiedene Ausreden für das „Warumnicht“. Nach dem 5. hatte ich die Nase voll, aber eben die ganze Altstadt auch gesehen.

Bildlegende: Erinnerung an einen lieben Verstorbenen, Dampflokomotiven Friedhof bei Uyuni, Salar, Mittagstisch, Juxbilder, Auf der Insel der Inkas, Salzbretzali – Jeep, Traumstrasse nach Potosi auf 4000 m

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